Das Projekt „Gotikstraße / Gotická stezka“ hat zum Ziel die traditionsreiche Gotikstraße im Mühlviertel neu zu beleben und nach Südböhmen auszudehnen. Eine umfangreiche Besuchstour im Mühlviertel stand nun zu Beginn der wissenschaftlichen Forschungsarbeit.
„Gotik muss man spüren!“ Da sind sich das Wissenschaftsteam mit Dr. Hynek Látal von der Südböhmischen Universität in Budweis und Frau Sophie Morawitz, MA von der Universität Wien sowie Kurt Prandstetter und Thomas Samhaber vom Projektteam einig. Und dazu hatten sie nun reichlich Gelegenheit. Denn man hatte sich vorgenommen gemeinsam 30 gotische Kirchen und Kapellen in nur drei Tagen zu besuchen. Begleitet wurden sie dabei vom Kunsthistoriker und Theologen MMMAg. Hubert Nitsch von der Diözese Linz.
Trotz winterlichen Temperaturen konnte das Team die Herausforderung erfolgreich und pünktlich bewältigen. Dabei hat die Begeisterung keineswegs abgenommen, sondern im Gegenteil sogar noch zugenommen.
„Wir sind erstaunt über die Vielfalt. Auch wenn alle Kirchen durch den markanten gotischen Baustil verbunden sind, - jede von ihnen ist etwas ganz Besonders und unverwechselbar. Hinter jedem Kirchentor wartete wieder eine neue Überraschung auf uns!“ fasst Kunsthistorikerin Sophie Morawitz für die Gruppe die Eindrücke zusammen. „Dieser erster ‚Lokalaugenschein‘ ist eine wichtige Basis und hilft uns bei der weiteren wissenschaftlichen Forschung, der Texterstellung und der Auswahl von Objekten, die fotografiert und digitalisiert werden.“
Den freundlichen Empfang durch Menschen, die zurecht stolz auf „ihr“ gotisches Kulturdenkmal sind, lobte Projektmanager Thomas Samhaber und Projektleiter Hans Hinterreiter vom Tourismusverband Mühlviertel ergänzt: „Die starke Verbundenheit so vieler Menschen mit dem Thema der Gotik-Straße stellt neben dem einzigartigen Wert der Objekte ein großes Potential für die touristische Entwicklung dar!“
Gemeinsam mit der Diözese Linz wird der Tourismusverband Mühlviertel ab März 2025 im Projektgebiet zahlreiche lokale Workshops organisieren, die für alle Interessierten der Pfarren offen sind und neue Wege der Vermittlung („Kirchenführung“) anbieten werden.
Anmerkung: Ähnliche Reisen mit Besichtigungen der am Projekt beteiligten Kirchen fanden auf tschechischer Seite bereits während der Projektvorbereitung im Jahr 2023 statt – ebenfalls in den Wintermonaten.
