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WinOMICs analysiert die Bereitschaft des Weinbausektors für neue Technologien: Winzerinnen und Winzer zeigen großes Interesse an Innovationen, Bildung bleibt eine zentrale Herausforderung

29.06.2026
Veranstaltungsart: Pressemitteilung

Einer der ersten Schritte des Projekts WinOMICs war die Erfassung der aktuellen Bedürfnisse und Erwartungen des Weinbausektors im Hinblick auf den Einsatz moderner Technologien. Die im zweiten Monitoringzeitraum durchgeführte Folgeerhebung erweiterte die Datengrundlage und bestätigte zentrale Trends im Bereich Digitalisierung, Innovation und Bereitschaft der Winzerinnen und Winzer zur Einführung neuer Werkzeuge für einen nachhaltigen und präzisen Weinbau.

Im Rahmen des Projekts WinOMICs wurde eine weiterführende Erhebung durchgeführt, um die Bedürfnisse, Erfahrungen und Einstellungen von Winzerinnen und Winzern hinsichtlich des Einsatzes moderner Technologien im Weinbau zu erfassen. Das zweite Monitoringjahr erweiterte die Datengrundlage insbesondere durch eine stärkere Einbindung von Teilnehmenden aus der tschechischen Region und ermöglichte eine detailliertere Betrachtung aktueller Entwicklungen in den Bereichen Digitalisierung, Weinbergmonitoring und Nutzung biologischer Daten.

An der Befragung nahmen insgesamt 23 Personen aus Tschechien und Österreich teil, überwiegend Winzerinnen und Winzer sowie Fachleute aus dem Bereich Weinbau. Die Ergebnisse stellen eine orientierende Analyse der aktuellen Situation im Sektor dar, liefern jedoch ein konsistentes Bild der Bedürfnisse und Erwartungen der Weinbaupraxis in beiden Ländern.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse ist die hohe Offenheit der Weinbaubetriebe gegenüber neuen Technologien. Teilnehmende aus beiden Ländern zeigten besonderes Interesse an der Nutzung von Drohnen, Sensorsystemen, digitalen Monitoringlösungen und bildgebenden Analysen. Obwohl diese Technologien derzeit noch eher begrenzt eingesetzt werden, gaben viele Befragte an, deren zukünftige Anwendung in der Praxis in Betracht zu ziehen.

Als wichtigste Einsatzbereiche moderner Technologien nannten die Winzerinnen und Winzer insbesondere den Schutz vor Krankheiten und Schädlingen, die Unterstützung nachhaltiger Bewirtschaftung sowie die Anpassung der Weinberge an den Klimawandel. Krankheiten, Schädlinge, Trockenperioden und Spätfröste wurden als die größten aktuellen Herausforderungen für den Weinbausektor identifiziert.

Die Ergebnisse zeigen gleichzeitig einen deutlichen Bedarf an weiterer Weiterbildung im Bereich moderner biologischer Methoden. Insbesondere Konzepte wie PanOMICs sowie genomische und metabolomische Analysen sind unter den Weinbaubetrieben bislang noch wenig bekannt. Dies unterstreicht die Bedeutung des Projekts WinOMICs, das Forschung, moderne Technologien und praktische Anforderungen des Weinbaus miteinander verbindet.

Die Befragung zeigte zudem eine positive Einstellung gegenüber der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen tschechischen und österreichischen Weinbaubetrieben. Die Teilnehmenden sehen Potenzial im Austausch von Erfahrungen und in der gemeinsamen Entwicklung von Lösungen für Herausforderungen wie Klimawandel, Nachhaltigkeit und die Einführung neuer Technologien.

Die Ergebnisse des zweiten Monitoringzeitraums bestätigen, dass der Weinbausektor grundsätzlich bereit ist, Innovationen aufzunehmen. Gleichzeitig besteht jedoch ein Bedarf an systematischer Unterstützung, Weiterbildung und praxisnahen Demonstrationen moderner Technologien. Die Verbindung von digitalen Technologien, biologischen Analysen und künstlicher Intelligenz, wie sie im Projekt WinOMICs verfolgt wird, kann einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung eines nachhaltigen und präzisen Weinbaus in der tschechisch-österreichischen Region leisten.