An der Fakultät für Landwirtschaft und Technologie der Südböhmischen Universität in České Budějovice (FZT JU) fand am Donnerstag, den 26. Februar 2026, ein erfolgreicher Fachworkshop mit dem Titel „Soja – eine Kulturpflanze für tschechische Felder“ statt. Die Veranstaltung lief im Rahmen des internationalen Interreg-Projekts TASTE, das sich auf Innovationen in der Pflanzenproduktion und die nachhaltige Transformation des Agrar- und Lebensmittelsektors in der tschechisch-österreichischen Grenzregion konzentriert.
An dem Workshop nahmen 53 Zuhörer aus den Reihen der Studenten und des Fachpublikums teil. Das Programm konzentrierte sich auf zwei Schlüsselbereiche, die das TASTE-Projekt in Pilotversuchen testet: den Anbau von Sojabohnen als Modellkultur für die Einführung von Prinzipien der Präzisionslandwirtschaft und die Nutzung der Agrovoltaik, die eine vielversprechende Möglichkeit darstellt, landwirtschaftliche Produktion mit der Erzeugung erneuerbarer Energien zu verbinden.
Das Fachprogramm wurde von doc. Ing. Jan Bárta, Ph.D., eröffnet, der die Ergebnisse von Langzeitversuchen an der FZT JU vorstellte. Ihm folgte doc. Ing. Veronika Bártová, Ph.D., mit einer Präsentation spezifischer Daten aus Soja-Feldversuchen, die 2025 in der südböhmischen Region (in České Budějovice und Lhenice) stattfanden. Große Aufmerksamkeit wurde auch Innovationen gewidmet. Die Möglichkeiten des Einsatzes moderner „smarter“ Technologien im Pflanzenbau, wie Bodensensoren oder Drohnen mit Hyperspektralkameras, erläuterte Ing. Radim Kuneš, Ph.D..
Seine Erfahrungen mit der Sojaproduktion in der Region Vysočina, insbesondere in Systemen mit Tropfbewässerung und der Integration von Agrovoltaik-Modulen, präsentierte Ing. Pavel Kasal, Ph.D., vom Kartoffelforschungsinstitut Havlíčkův Brod.
Ein umfassender Blick auf den Anbau dieser Kulturpflanze wurde durch weitere Experten ergänzt. Das Sortenspektrum für tschechische Bedingungen präsentierte Ing. Jan Šrámek vom Unternehmen Saatbau Česká republika, und der Problematik des Pflanzenschutzes vor Krankheiten und Schädlingen widmete sich Mgr. Tomáš Tonka, Ph.D.. Es fehlte auch nicht an einem praktischen Einblick aus dem realen landwirtschaftlichen Betrieb, für den Vertreter der Gesellschaft ZS Dynín a.s. sorgten, die sich mit der Produktion, dem Aufkauf und der Verarbeitung von Soja zu Futtermischungen beschäftigt.
Die anschließende Diskussion der Teilnehmer bestätigte, dass das Interesse am Sojaanbau in der Tschechischen Republik auch in Gebieten wächst, die bisher nicht als traditionell für diese Kulturpflanze galten.