Innovation im multimaterial-3D-Druck

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Basisinformationen über das Projekt

Projektdauer:

01.01.2026 - 31.12.2028

Genehmigte EFRE-Mittel:

542 555,07 €

Projektnummer:

ATCZ00204

Akronym:

MULTIMAT3D

Lead partner:

Vysoké učení technické v Brně

Ansprechperson des LP:

Martin Trunec

Projektpartner:

  • FH OÖ Forschungs & Entwicklungs GmbH
  • Lithoz GmbH

Über das Projekt:

Das Ziel des Projekts „MULTIMAT3D” besteht darin, eine innovative Technologie für den 3D-Druck von Keramik-Metall-Komponenten zu entwickeln und kleinen sowie mittleren Unternehmen in der Grenzregion zugänglich zu machen. Die Vorteile der Technologie werden anhand von zwei Prototypen demonstriert. Zudem wird eine Technologietransferplattform aufgebaut, um einen langfristigen Wissenstransfer von 3D-Drucktechnologien zu gewährleisten und die Innovationskapazität regionaler Unternehmen zu stärken.

Detailinformation

Das Projekt MULTIMAT3D (1.1.2026-31.12.2028) ist ein grenzüberschreitendes Kooperationsprojekt zwischen der Tschechischen Republik (Region Südmähren) und Österreich (Wien und Oberösterreich), das sich auf die Entwicklung und Einführung einer innovativen Technologie für den Multimaterial-3D-Druck von Keramik-Metall-Komponenten konzentriert. Das Projekt reagiert auf den identifizierten Bedarf an fortschrittlichen Fertigungstechnologien im Programmbereich, insbesondere in den Sektoren Energie, Elektronik und E-Mobilität, wo die Nachfrage nach hochkomplexen, funktional integrierten und kundenspezifisch angepassten Komponenten steigt. Das Hauptziel des Projekts ist die Entwicklung neuer Materialsysteme und Fertigungsverfahren für den Multimaterial-3D-Druck und gleichzeitig deren effektiver Transfer in die industrielle Praxis in der grenzüberschreitenden Region. Das Projekt MULTIMAT3D ermöglicht Unternehmen im Programmgebiet den Zugang zu Technologien, die mit herkömmlichen Fertigungsmethoden nicht realisierbar sind, und trägt so zur Beschleunigung der Entwicklung neuer Produkte, zur Erhöhung ihrer Zuverlässigkeit und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft bei.

Die zentrale Aktivität des Projekts ist die Schaffung einer langfristigen Plattform für den Technologietransfer, die einen nachhaltigen Transfer von Wissen, Forschungsergebnissen und entwickelten Verfahren an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Forschungseinrichtungen im Programmgebiet gewährleistet. Diese Plattform wird als zentrale Anlaufstelle für alle Interessenten dienen, die an der Nutzung der im Rahmen des Projekts entwickelten Technologien interessiert sind. Der Technologietransfer wird durch Schulungen, Fachworkshops, Demonstrationsaktivitäten und individuelle Beratungen unterstützt.

Der wichtigste Mehrwert des Projekts ist die enge grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Partnern mit sich ergänzenden Fachkenntnissen. Die Technische Universität Brünn (VUT) bringt ihr Fachwissen im Bereich keramischer Werkstoffe ein, die Lithoz GmbH entwickelt fortschrittliche 3D-Drucksysteme und die Fachhochschule Oberösterreich (FH OÖ) sorgt für die Prüfung und Bewertung der Qualität der entwickelten Komponenten. Diese Kombination von Fachwissen ermöglicht eine effiziente Entwicklung und den Transfer von Technologien in die industrielle Praxis.

Projektoutputs

Das Projekt MULTIMAT3D wird konkrete und messbare Ergebnisse im Bereich der Einführung innovativer Fertigungstechnologien in die Praxis bringen. Das Hauptergebnis des Projekts wird die erfolgreiche Einführung der Technologie des Multimaterial-3D-Drucks von Keramik-Metall-Bauteilen in kleinen und mittleren Unternehmen und anderen Organisationen in der Grenzregion sein. Das Projekt wird belegen, dass mindestens drei Organisationen diese Technologie erfolgreich übernommen haben und in ihren Produkten, ihrer Forschung oder Entwicklung einsetzen. Die Anwendung der Technologie wird beispielsweise durch Innovationsvorhaben von Unternehmen, Produktdokumentationen unter Verwendung von Verbundwerkstoffteilen oder die Einreichung von Anwendungsprojekten, die von Forschungseinrichtungen in Zusammenarbeit mit Industriepartnern durchgeführt werden, nachgewiesen.

Ein wichtiger Teil der Projektergebnisse werden auch wissenschaftliche und Forschungsergebnisse sein. Die während der Projektdurchführung gewonnenen Erkenntnisse werden in zwei Fachartikeln in internationalen Zeitschriften mit hohem Impact-Faktor veröffentlicht. Ein Artikel wird während der Projektdurchführung und der zweite nach dessen Abschluss veröffentlicht. Beide Artikel werden im Open-Access-Modus veröffentlicht, um ihre maximale Verfügbarkeit zu gewährleisten. Die Veröffentlichungen konzentrieren sich sowohl auf neue technologische Verfahren des Multimaterial-3D-Drucks als auch auf die einzigartigen Eigenschaften der resultierenden Produkte, beispielsweise komplex geformte Plasmaentladers.

Ein weiteres wichtiges Ergebnis des Projekts wird die Stärkung des Transfers von Technologien und Wissen in die Praxis sein. Die Projektpartner werden eine Reihe von Fachseminaren organisieren, die sich mit der Kommerzialisierung und dem Transfer der entwickelten Technologie befassen. Die Seminare richten sich in erster Linie an kleine und mittlere Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen, die daran interessiert sind, die Technologie in ihre eigenen Prozesse zu integrieren oder Produkte zu nutzen, die durch Multimaterial-3D-Druck hergestellt wurden. Insgesamt werden etwa 100 Teilnehmer an diesen Aktivitäten teilnehmen.