Im Rahmen des Projekts Healthacross MED NET fand am 19. September 2025 im Landesklinikum Melk eine interdisziplinäre Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Verstehen. Behandeln. Begleiten. – Endometriose im Spiegel aktueller Forschung und chirurgischer Praxis“ statt. Ziel war es, Fachwissen zu vertiefen und den grenzüberschreitenden Austausch zwischen Expertinnen und Experten zu fördern. Über 35 Expertinnen und Experten aus Österreich und Tschechien nahmen an der Veranstaltung teil.
Die Veranstaltung wurde von Prim. Dr. Leopold Wanderer, Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Ärztlicher Direktor des Landesklinikums Melk, und Mag. (FH) Judith Kramer, Projektleitung Healthacross MED NET, eröffnet. Beide betonten die Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit und des Wissenstransfers im Rahmen des Projekts.
Ein Höhepunkt der Fortbildung waren drei gynäkologische Operationen, die live aus dem OP in den Festsaal übertragen wurden. Die Eingriffe, durchgeführt von Prim. Dr. Leopold Wanderer und Prim. Dr. Radek Chvátal, zeigten komplexe chirurgische Techniken bei Endometriose, darunter Ureterolyse und Neurolyse des hypogastrischen Nervs. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten dadurch einen praxisnahen Einblick in aktuelle Operationsmethoden.
Im Anschluss wurden die Fälle interaktiv diskutiert, um praxisrelevante Fragestellungen zu beleuchten. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die Präsentation einer Bachelorarbeit zum Thema Ernährung bei Endometriose, die den Stellenwert einer gezielten Ernährungsberatung für Patientinnen hervorhob.
Die Kombination aus Live-Chirurgie, Fallbesprechung und wissenschaftlichem Input wurde von den Teilnehmenden als besonders wertvoll bewertet. Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Projekts ATCZ00026 Healthacross MED NET durchgeführt, das aus dem Programm Interreg Österreich–Tschechien 2021–2027 kofinanziert wird.