Das Frühjahr 2026 brachte einen wichtigen Meilenstein für das Projekt WinOMICs – den Beginn der regelmäßigen Erhebung biologischer und umweltbezogener Daten direkt in den Weinbergen. Die ersten Probenahmen fanden an den österreichischen Standorten Klosterneuburg und Retz statt und werden während der gesamten Sommer- und Herbstsaison fortgesetzt.
Ein zentraler Schritt des Projekts WinOMICs ist die langfristige Überwachung des Gesundheitszustands von Weinbergen durch die Kombination physiologischer Messungen, molekularer Analysen, Metabolomik, mikrobiologischer Methoden und moderner Bildgebungstechnologien. Im Mai 2026 wurden die ersten Probenahmen in ausgewählten österreichischen Weinbergen gestartet, die den Beginn eines umfassenden Monitorings während der gesamten Vegetationsperiode 2026 darstellen.
Die ersten Erhebungen fanden am 7. Mai 2026 in Klosterneuburg (Agneshof) und am 11. Mai 2026 in Retz (Altenberggasse) statt. An den Feldaktivitäten nahmen die am Projekt WinOMICs beteiligten Teams teil, die während der ersten Probenahmetage die geplanten Messungen und die Sammlung biologischer Proben erfolgreich durchführten.
In Klosterneuburg wurden erste physiologische und photosynthetische Analysen der Pflanzen durchgeführt sowie Metabolomik- und Bodenproben entnommen, die anschließend unmittelbar für die weitere Laboranalyse konserviert wurden. Zusätzlich wurden Blattproben ausgewählter Rebsorten für nachfolgende molekulare Untersuchungen gesammelt.
Der erste Feldtag in Retz konzentrierte sich auf die Vorbereitung der Versuchsfläche und die Dokumentation der einzelnen Pflanzengruppen entsprechend ihrem Gesundheitszustand und den angewandten Behandlungen. Die Studie fokussiert auf die Rebsorte Grüner Veltliner Klon A1-4 und umfasst den Vergleich gesunder und mit der Esca-Krankheit befallener Rebstöcke mit Varianten mit und ohne Knoblauchbehandlung.
Das Monitoring in den Weinbergen wird während der gesamten Sommer- und Herbstsaison 2026 fortgesetzt, um die zeitliche Entwicklung von Veränderungen des Gesundheitszustands der Reben während der Vegetationsperiode zu erfassen. In einer weiteren Projektphase ist geplant, die Probenahmen auch auf den tschechischen Teil des grenzüberschreitenden Projektgebiets auszuweiten. Dadurch wird ein gemeinsamer österreichisch-tschechischer Ansatz zur Bewertung von Faktoren unterstützt, die Vitalität und Widerstandsfähigkeit von Weinbergen beeinflussen.
Die gewonnenen Daten werden anschließend mit den Ergebnissen der OMICs-Laboranalysen, der hyperspektralen Bildgebung, der Sensormessungen und der Methoden der künstlichen Intelligenz verknüpft, um ein umfassendes Werkzeug für ein nachhaltiges und präzises Weinbergmanagement zu entwickeln.