Abschlusskonferenz des Projekts „KreATivita und InovaCZe“

10.06.2026 - 10.06.2026
Veranstaltungsart: Konferenz

Am 10. Juni 2026 fand in der Aula der Südböhmischen Universität in České Budějovice die Abschlusskonferenz des Projekts zum Thema „Kreativität und Innovation“ statt, die Raum für den Austausch inspirierender Beispiele für bewährte Praktiken, aktueller Trends und Visionen für die zukünftige Entwicklung bot. Der Schwerpunkt lag auf der Verknüpfung von Kreativität, Technologien und Innovationen als Schlüsselfaktoren für die Wettbewerbsfähigkeit der Regionen.

Die Abschlusskonferenz des Projekts „Cocreating – Networks: KreATivita&InovaCZe“ (CON) ATCZ00045 stellte neue Formen der Verknüpfung von Kreativität und Innovation vor

Am 10. Juni 2026 fand in den neuen Räumlichkeiten der Aula der Südböhmischen Universität in České Budějovice die abschließende grenzüberschreitende Konferenz des Projekts „KreATivita+InovaCZe“ statt, das mit Unterstützung des Programms Interreg Österreich–Tschechien 2021–2027 durchgeführt wurde.

Gastgeber der Veranstaltung war das Technologietransferbüro der Südböhmischen Universität in České Budějovice als federführender Projektpartner. An der Durchführung der Konferenz waren alle Projektpartner beteiligt: „Umění ve městě“, die Johannes-Kepler-Universität in Linz und „Creative Region“.

Dr. Štemberková ist Leiterin des Technologietransferbüros der Universität Südböhmen und Vorsitzende des Vereins Transfera. Viele seiner Mitglieder nahmen ebenfalls aktiv an dieser innovativen Konferenz teil, da das Thema in der Transfergemeinschaft auf große Resonanz stieß.

Die Konferenz, die die Themen Kreativität, Innovation und Technologietransfer miteinander verband, stieß sowohl bei Fachleuten als auch in der breiten Öffentlichkeit auf außerordentliches Interesse. Es nahmen fast 150 Referenten und Gäste aus der Tschechischen Republik und dem Ausland teil. Das Programm bot eine ganztägige Reihe von Vorträgen, Podiumsdiskussionen sowie Beispielen für bewährte Praktiken mit deutlicher internationaler Ausrichtung.

Innovatives Konferenzformat

Die Konferenz stand nicht nur inhaltlich, sondern auch formal ganz im Zeichen der Innovation. Den Auftakt machte – völlig unkonventionell – ein KI-Moderator, der die Gäste begrüßte und die Konferenz symbolisch eröffnete. Anschließend übernahm der „echte“ Moderator Miroslav Mareš, der die Teilnehmer durch das gesamte Programm führte.

Eine bedeutende Neuerung war auch der Einsatz künstlicher Intelligenz beim Dolmetschen. Zum ersten Mal wurde an der Südböhmischen Universität ein auf einer KI-Anwendung basierender Dolmetschdienst genutzt, der eine Simultanübersetzung ins Tschechische, Englische und Deutsche direkt in die Kopfhörer lieferte, die die Teilnehmer erhalten hatten. Die Zuhörer konnten die Sprache nach ihren eigenen Vorlieben auswählen oder die Untertitel der Übersetzungen auf ihren Mobiltelefonen verfolgen.

Programm und Hauptredner

Die Konferenz wurde vom Rektor der Südböhmischen Universität, Prof. Ing. Pavel Kozák, Ph.D., eröffnet.  Der erste Teil des Programms war den feierlichen Grußworten gewidmet, bei denen unter anderem die Bürgermeisterin der Statutarstadt České Budějovice, Doz. Dr. Ing. Dagmar Škodová Parmová, die stellvertretende Landrätin der Region Südböhmen, Doz. Ing. Lucie Kozlová, Ph.D., Prof. RNDr. Libor Grubhoffer vom Biologischen Zentrum der Tschechischen Akademie der Wissenschaften sowie die Vertreterin der Johannes-Kepler-Universität Linz, Frau Elisabeth Ulbrich, das Wort ergriffen.

Große Aufmerksamkeit erregte der Vortrag der weltweit anerkannten Designerin Blanka Matragi, die in ihrem Schaffen auf einzigartige Weise Kreativität mit innovativen Ansätzen über verschiedene Disziplinen hinweg verbindet – von der Mode über die Glaskunst bis hin zu Design und architektonischen Installationen. Ihr Vortrag bot einen inspirierenden Einblick darin, wie kreatives Denken auf natürliche Weise in Innovationen mit internationaler Wirkung münden kann.

Das Programm wurde zudem durch Fachvorträge ergänzt, die sich mit offener Wissenschaft, der Kommerzialisierung von Forschung sowie neuen Trends im Bereich des Technologietransfers befassten, einschließlich der Sichtweise internationaler Institutionen.

Podiumsdiskussionen und internationale Zusammenarbeit

Auf dem Programm standen zwei Podiumsdiskussionen. Die erste Podiumsdiskussion zum Thema Innovationsförderung wurde von Frau Dr. Štemberková moderiert und konzentrierte sich auf die Bedeutung einer systematischen Innovationsförderung.

Die zweite Podiumsdiskussion, die sich der Kreativität in der Praxis widmete, wurde von Vít Vavřinec Pavlík, dem Vorsitzenden des Verbandes der südböhmischen bildenden Künstler, moderiert. Die Podiumsdiskussion brachte konkrete Erfahrungen aus dem Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft ein. An der Diskussion nahm unter anderem auch Karolína Raabová, Geschäftsführerin des Projekts „Europäische Kulturhauptstadt 2028“, teil, wodurch die Bedeutung des Projekts „KreATivita+InovaCZe“ auch im Zusammenhang mit diesem prestigeträchtigen Kulturereignis unterstrichen wurde, dessen Gastgeber im Jahr 2028 České Budějovice sein werden.

An beiden Diskussionen beteiligten sich sowohl tschechische als auch österreichische Experten, was den grenzüberschreitenden Charakter des Projekts und die Bedeutung des Erfahrungsaustauschs zwischen den Regionen unterstrich.

Die Ausstellung als dauerhaftes Ergebnis des Projekts

Auf der Konferenz wurde auch das Konzept der Wanderausstellung vorgestellt, die eines der wichtigsten Ergebnisse des Projekts „KreATivita+InovaCZe“ darstellt. Diese Wanderausstellung präsentiert die Aktivitäten des Projekts sowie inspirierende Beispiele aus dem Bereich der Kreativwirtschaft und wird nach und nach in Linz und in České Budějovice zu sehen sein.

Gesellschaftsabend und kreative Vorführungen

Den Abschluss des Tages bildete ein festlicher Gesellschaftsabend, der Raum für informelle Begegnungen der Teilnehmer bot. Dazu gehörten auch kreative Vorführungen von Wissenschaftlern der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Südböhmischen Universität, die die spektakuläre Zubereitung alkoholfreier Cocktails mit Trockeneis und die Herstellung von Eiscreme mit flüssigem Stickstoff vorstellten – beides wurde bereits bei der „Nacht der Wissenschaftler“ mit großem Erfolg präsentiert.

Der Nutzen des Projekts

Das Projekt „KreATivita+InovaCZe“ konzentriert sich auf die Entwicklung und langfristige Vernetzung der Kultur- und Kreativbranchen in Südböhmen und Oberösterreich sowie auf deren Zusammenarbeit mit dem akademischen und anwendungsorientierten Sektor.

Die Abschlusskonferenz bestätigte, dass die Verknüpfung von Kreativität, Innovation und Technologietransfer ein bedeutendes Potenzial für die weitere Entwicklung der Regionen sowie für die Stärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit darstellt.

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