Ein stimmungsvolles Fest im Besucher_innenzentrum Mušov ließ die Welt der römischen Saturnalien lebendig werden und gewährte faszinierende Einblicke in antike Wintertraditionen.
Am 6. Dezember 2025 fand im Besucher_innenzentrum Mušov ein stimmungsvolles Themenevent zu den Saturnalien, den römischen Festen zur Wintersonnenwende, statt. Die Gäste erhielten einen lebendigen Eindruck davon, wie die Festzeit im Römischen Reich vor fast zweitausend Jahren gefeiert worden sein könnte.
Die Reenactment‑Gruppe Pannonia präsentierte eine Küche, die sich an den Rezepten des berühmten Apicius orientierte. Probiert werden konnten Fleischgerichte mit Garum, der berühmten fermentierten Fischsauce, süße Strudel sowie würziger Wein – alles nach antiken Rezepten zubereitet. Ergänzt wurde das Programm durch das Ziehen von Wachskerzen sowie Vorführungen historischer Frisuren und Schmuckformen, die zur stimmungsvollen Atmosphäre beitrugen.
Am Abend standen zwei Vorträge auf dem Programm:
Mgr. Balázs Komoróczy, Ph.D. (Archäologisches Institut der Tschechischen Akademie der Wissenschaften, Brno) beleuchtete die römische Präsenz in Südmähren und präsentierte ausgewählte Funde aus der Ausstellung des Besucher_innenzentrum.
Mgr. Pavel Titz, Ph.D. (Nationalmuseum Prag) widmete sich den kulturellen und religiösen Hintergründen der Wintersonnenwende und zeigte ihre Bedeutung in unterschiedlichen Epochen auf – von der Vorgeschichte bis zu heutigen Traditionen.
Die Veranstaltung eröffnete eindrucksvolle Einblicke darin, wie Winterfeste im Alltag und in den Ritualen des antiken Rom verankert waren – und welche Verbindungen zur modernen Festkultur bis heute erkennbar sind.
Vermittlung an die Öffentlichkeit
Das Archäologische Institut der Tschechischen Akademie der Wissenschaften, Brünn nutzt auch das Besucherzentrum Mušov – Brána do Římské říše, das es selbst betreibt, zur Kommunikation über das Projekt.
Die Website des Besucherzentrums lautet www.branadorimskerise.cz, die Kontaktadresse ist branadorimskerise@arub.cz.
📷 Institute of Archaeology of the CAS, Brno
