Basisinformationen über das Projekt
Projektdauer:
Genehmigte EFRE-Mittel:
Projektnummer:
Akronym:
Lead partner:
Ansprechperson des LP:
Projektpartner:
- Technische Universität Wien
Über das Projekt:
Detailinformation
Das Projekt reagiert auf gemeinsame Herausforderungen im Thayagebiet, wo der Wasserhaushalt durch geringe Niederschläge und extreme Auswirkungen des Klimawandels besonders vulnerabel ist. Dürren und Starkregen belasten die Wasserressourcen erheblich, und niedrige Durchflussmengen erhöhen Wasserverschmutzung und damit das Risiko Gewässergüteziele zu verfehlen. In verschiedenen Abschnitten der Thaya werden hohe Gehalte an Nitraten, anorganischen Salzen oder Phosphor festgestellt. Aktuell gelangen organische Spurenstoffe, wie z.B. PFAS, vermehrt in den Fokus der Betrachtung. Die vorhandenen Probleme können nicht isoliert gelöst werden, da der Transport von Schadstoffen und klimatische Einflüsse grenzüberschreitend sind. Eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist daher unerlässlich. Das erwartete Ergebnis ist eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen der Tschechischen Republik und Österreich und die Ausstattung wichtiger Institutionen mit neuen Instrumenten. Die tschechisch österreichische Grenzwasserkommission erhält wissenschaftlich fundierte Grundlagen für eine koordinierte Wasserwirtschaft. Konkret wird das Projekt vier wichtige Outputs liefern: (i) ein gemeinsames tschechisch-österreichisches Programm für Gewässermonitoring, Datenauswertung und -visualisierung; (ii) ein vollständig implementiertes und validiertes grenzüberschreitendes Emissions-Modell zur Herkunft- und Risikoanalyse für ausgewählte Stoffe im Einzugsgebiet der Thaya; (iii) die Anwendung des Emissions-Modells für Reihe von Szenarien in Bezug auf klimatische und sozioökonomische Veränderungen, Veränderungen in der Landnutzung, Maßnahmen zur Verringerung der Verschmutzung und Anpassungen des Durchflusses durch den Betrieb von Stauseen und Wehren sowie (iv) eine gemeinsame Strategie für den Gewässerschutz im Einzugsgebiet der Thaya. Die Ergebnisse des Projekts werden von einer Vielzahl von Institutionen genutzt werden können. Die Tschechisch-Österreichische Grenzwasserkommission erhält wesentliche Grundlagen für die Entwicklung grenzüberschreitender Strategien des Gewässerschutzes. Regionale und nationale Behörden erhalten Instrumente für die strategische Planung in der Wasserpolitik und wichtiges Know How zur Erfüllung Ihrer Aufgaben. Es vereint und bewertet erstmals internationale, nationale Daten und regionale Daten unterschiedlicher Herkunft, verbindet dadurch Wissenschaft und Praxis und führt mit dem Emissions-Model MoRE eine neue koordinierte Überwachungs- und Analyseplattform für die wasserwirtschaftliche Planung und Strategie Entwicklung ein. Das Projekt wird die langfristige, grenzüberschreitende Zusammenarbeit stärken und die ökologische Resilienz des gesamten Einzugsgebiets sicherstellen.
Projektoutputs
Ergebnisse:
- VUV und TUW arbeiten eng zusammenarbeiten, um ein gemeinsames grenzüberschreitendes Monitoringprogramm zu entwickeln und umzusetzen. Die gesammelten Daten werden ausgewertet und visualisiert, um einen Überblick über die Belastungssituation für ausgewählter Stoffe in Oberflächengewässern und in den relevantesten Emissionspfaden im Einzugsgebiet der Thaya zu gewährleisten.
2. Das MoRE-Modell ist validiert und vollständig für Pfad- und Belastungsanalyse sowie Risikobewertungen für ausgewählte Substanzen im Einzugsgebiet der Thaya implementiert.Das Ergebnis dieses Prozesses wird die Eingliederung des MoRE-Modells in das methodische Portfolio der VUV sein, sodass die VUV das Modell in zukünftigen Projekten weiterverwenden und für Anwendungen in der Tschechischen Republik anpassen kann.
3. Das MoRE-Emissionsmodell wird während der Laufzeit des Projekts zur Berechnung einer Reihe von Szenarien in Bezug auf Klima-, sozioökonomische und Landnutzungsänderungen sowie Maßnahmen zur Verringerung der Umweltverschmutzung und Anpassungen des Abflusses durch den Betrieb von Wehren angewendet.
4. Das Projekt entwickelt eine gemeinsame Strategie zur Reduktion der Gewässerbelastung im Einzugsgebiet der Thaya. Diese Strategie berücksichtigt die wichtigsten Ergebnisse der mit dem MoRE-Emissionsmodell durchgeführten Szenarienbewertung und setzt diese in Managementstrategien für den Gewässerschutz im Einzugsgebiet der Thaya um.
Teilergebnisse
1.1 Karte der Probenahmestellen im Einzugsgebiet Thaya
1.2 Liste der überwachten Stoffe
1.3 Standardarbeitsanweisung zur Durchführung der Überwachung der Stoffkonzentrationen in Flüssen
1.4 Standardarbeitsanweisung zur Durchführung der Überwachung unterschiedlicher Umweltkompartimente
1.5 Qualitätsgeprüfter Datensatz zur chemischen Kontamination im Einzugsgebiet Thaya
1.6 Dokumentation des Expertenworkshops und des Stadtfestes
2.1 Liste der Eingangsdaten für die Verwendung im MoRE-Modell
2.2 Harmonisierte und verarbeitete Datensätze für die Modelleingabe
2.3 Datenbank mit vorhandenen Stoffdaten und Bewertungsverfahren zur Ableitung von Modell-Eingabedaten
2.4 Transnational harmonisierte Modell-Eingangsdaten
2.5 Validiertes MoRE-Modell für einen Zeitraum von 10 Jahren
2.6 MoRE-Modell mit verfeinerten Zeitschritten
2.7 MoRE-Modell als Emissionsinventar für neue Substanzen
2.8. Dokumentation des Expertenworkshops und des Stadtfestes
3.1 Festlegung von Szenarien für die Implementierung in MoRE
3.2 Datensätze für Szenarioberechnungen mit MoRE
3.3 Bericht über die Szenarienbewertung mit dem MoRE-Modell
3.4 Bericht zur Entwicklung einer gemeinsamen Strategie zum Gewässerschutz im Thaya Einzugsgebiet
3.5 Dokumentation des Expertenworkshops zur Entwicklung einer Gewässerschutzstrategie und des Stadtfestes