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Gemeinsame Anstrengungen zur Verbesserung des Wassermanagements im tschechisch-österreichischen Einzugsgebiet der Dyje/Thaya durch Identifikation von Emissionspfaden der Gewässerbelastung

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Basisinformationen über das Projekt

Projektdauer:

01.06.2026 - 31.03.2029

Genehmigte EFRE-Mittel:

915 237,76 €

Projektnummer:

ATCZ00269

Akronym:

WATCAT

Lead partner:

Výzkumný ústav vodohospodářský T. G. Masaryka, veřejná výzkumná instituce

Ansprechperson des LP:

Lucie Jašíková

Projektpartner:

  • Technische Universität Wien

Über das Projekt:

Ziel des Projekts ist es, einen effektiven grenzüberschreitenden Daten- und Wissensaustausch zu erreichen, Quellen der Gewässerbelastung zu identifizieren und den Grundlagen für einen nachhaltigen Gewässerschutz im tschechisch-österreichischen Einzugsgebiet der Thaya zu legen. Die Ergebnisse ermöglichen eine bessere Anpassung an den Klimawandel im Hinblick auf die Bedürfnisse der Wasserwirtschaft sowie des Natur- und Landschaftsschutzes.

Detailinformation

Das Projekt reagiert auf gemeinsame Herausforderungen im Thayagebiet, wo der Wasserhaushalt  durch geringe Niederschläge und extreme Auswirkungen des Klimawandels besonders vulnerabel ist.  Dürren und Starkregen belasten die Wasserressourcen erheblich, und niedrige Durchflussmengen  erhöhen Wasserverschmutzung und damit das Risiko Gewässergüteziele zu verfehlen.  In verschiedenen Abschnitten der Thaya werden hohe Gehalte an Nitraten, anorganischen Salzen  oder Phosphor festgestellt. Aktuell gelangen organische Spurenstoffe, wie z.B. PFAS, vermehrt in den  Fokus der Betrachtung. Die vorhandenen Probleme können nicht isoliert gelöst werden, da der  Transport von Schadstoffen und klimatische Einflüsse grenzüberschreitend sind. Eine  grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist daher unerlässlich. Das erwartete Ergebnis ist eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen der Tschechischen Republik  und Österreich und die Ausstattung wichtiger Institutionen mit neuen Instrumenten. Die tschechisch österreichische Grenzwasserkommission erhält wissenschaftlich fundierte Grundlagen für eine  koordinierte Wasserwirtschaft. Konkret wird das Projekt vier wichtige Outputs liefern: (i) ein  gemeinsames tschechisch-österreichisches Programm für Gewässermonitoring, Datenauswertung  und -visualisierung; (ii) ein vollständig implementiertes und validiertes grenzüberschreitendes  Emissions-Modell zur Herkunft- und Risikoanalyse für ausgewählte Stoffe im Einzugsgebiet der  Thaya; (iii) die Anwendung des Emissions-Modells für Reihe von Szenarien in Bezug auf klimatische  und sozioökonomische Veränderungen, Veränderungen in der Landnutzung, Maßnahmen zur  Verringerung der Verschmutzung und Anpassungen des Durchflusses durch den Betrieb von  Stauseen und Wehren sowie (iv) eine gemeinsame Strategie für den Gewässerschutz im  Einzugsgebiet der Thaya. Die Ergebnisse des Projekts werden von einer Vielzahl von Institutionen genutzt werden können. Die  Tschechisch-Österreichische Grenzwasserkommission erhält wesentliche Grundlagen für die  Entwicklung grenzüberschreitender Strategien des Gewässerschutzes. Regionale und nationale  Behörden  erhalten  Instrumente für die strategische Planung in der Wasserpolitik und wichtiges Know How zur Erfüllung  Ihrer Aufgaben. Es vereint und bewertet erstmals  internationale, nationale Daten und regionale Daten unterschiedlicher Herkunft, verbindet dadurch  Wissenschaft und Praxis und führt mit dem Emissions-Model MoRE eine neue koordinierte  Überwachungs- und Analyseplattform für die wasserwirtschaftliche Planung und Strategie Entwicklung ein. Das Projekt wird die langfristige, grenzüberschreitende Zusammenarbeit stärken  und die ökologische Resilienz des gesamten Einzugsgebiets sicherstellen.

Projektoutputs

Ergebnisse:

  1. VUV und TUW arbeiten eng zusammenarbeiten, um ein gemeinsames grenzüberschreitendes Monitoringprogramm zu entwickeln und umzusetzen. Die gesammelten Daten werden ausgewertet und visualisiert, um einen Überblick über die Belastungssituation für ausgewählter Stoffe in Oberflächengewässern und in den relevantesten Emissionspfaden im Einzugsgebiet der Thaya zu gewährleisten.
    2. Das MoRE-Modell ist validiert und vollständig für Pfad- und Belastungsanalyse sowie Risikobewertungen für ausgewählte Substanzen im Einzugsgebiet der Thaya implementiert.Das Ergebnis dieses Prozesses wird die Eingliederung des MoRE-Modells in das methodische Portfolio der VUV sein, sodass die VUV das Modell in zukünftigen Projekten weiterverwenden und für Anwendungen in der Tschechischen Republik anpassen kann.
    3. Das MoRE-Emissionsmodell wird während der Laufzeit des Projekts zur Berechnung einer Reihe von Szenarien in Bezug auf Klima-, sozioökonomische und Landnutzungsänderungen sowie Maßnahmen zur Verringerung der Umweltverschmutzung und Anpassungen des Abflusses durch den Betrieb von Wehren angewendet.
    4. Das Projekt entwickelt eine gemeinsame Strategie zur Reduktion der Gewässerbelastung im Einzugsgebiet der Thaya. Diese Strategie berücksichtigt die wichtigsten Ergebnisse der mit dem MoRE-Emissionsmodell durchgeführten Szenarienbewertung und setzt diese in Managementstrategien für den Gewässerschutz im Einzugsgebiet der Thaya um.

 

Teilergebnisse

1.1 Karte der Probenahmestellen im Einzugsgebiet Thaya

1.2 Liste der überwachten Stoffe

1.3 Standardarbeitsanweisung zur Durchführung der Überwachung der Stoffkonzentrationen in Flüssen

1.4 Standardarbeitsanweisung zur Durchführung der Überwachung unterschiedlicher Umweltkompartimente

1.5 Qualitätsgeprüfter Datensatz zur chemischen Kontamination im Einzugsgebiet Thaya

1.6 Dokumentation des Expertenworkshops und des Stadtfestes

2.1 Liste der Eingangsdaten für die Verwendung im MoRE-Modell

2.2 Harmonisierte und verarbeitete Datensätze für die Modelleingabe

2.3 Datenbank mit vorhandenen Stoffdaten und Bewertungsverfahren zur Ableitung von Modell-Eingabedaten

2.4 Transnational harmonisierte Modell-Eingangsdaten

2.5 Validiertes MoRE-Modell für einen Zeitraum von 10 Jahren

2.6 MoRE-Modell mit verfeinerten Zeitschritten

2.7 MoRE-Modell als Emissionsinventar für neue Substanzen

2.8. Dokumentation des Expertenworkshops und des Stadtfestes

3.1 Festlegung von Szenarien für die Implementierung in MoRE

3.2 Datensätze für Szenarioberechnungen mit MoRE

3.3 Bericht über die Szenarienbewertung mit dem MoRE-Modell

3.4 Bericht zur Entwicklung einer gemeinsamen Strategie zum Gewässerschutz im Thaya Einzugsgebiet

3.5 Dokumentation des Expertenworkshops zur Entwicklung einer Gewässerschutzstrategie und des Stadtfestes