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Summer School Future Roman Trails
06.07.2026 - 10.07.2026
Veranstaltungsart: Seminar

Neue Ideen für Themenrouten, Storytelling und nachhaltigen Kulturtourismus: Im Rahmen der Summer School entstanden Konzepte, die das gemeinsame römische Erbe der österreichisch-tschechischen Grenzregion erlebbar machen sollen.

 

 

Anfang Juli 2026 fand an der Universität für Weiterbildung Krems die Summer School „Future Roman Trails“ statt. Studierende und Fachkräfte aus Österreich und Tschechien kamen zusammen, um sich mit archäologischer Forschung, nachhaltigem Kulturtourismus und innovativen Ansätzen der Kulturerbevermittlung auseinanderzusetzen.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie das gemeinsame römische Erbe der Grenzregion in attraktive kulturelle Erlebnisangebote und grenzüberschreitende Themenrouten übersetzt werden kann.

Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in aktuelle Forschungen zur Römerzeit in Südmähren und im niederösterreichischen Weinviertel. Expert_innen aus Wissenschaft, Museen, Forschungseinrichtungen und Tourismusorganisationen präsentierten Forschungsergebnisse, archäologische Funde und laufende Initiativen, die die historischen Verbindungen zwischen den Regionen beiderseits der Grenze sichtbar machen. Die Vorträge spannten einen Bogen von Archäologie und Kulturtourismus über Heritage Interpretation bis hin zu Fragen der Regionalentwicklung und beleuchteten das Potenzial des gemeinsamen Kulturerbes für eine nachhaltige touristische Entwicklung.

Ergänzend wurden zeitgemäße Ansätze der Kulturerbevermittlung vorgestellt. Praxisbeispiele, darunter Heritage Trails in Armenien sowie Vermittlungskonzepte aus dem Römerpark Carnuntum und dem Museum Stillfried, zeigten, wie Storytelling, kindgerechte Angebote, Barrierefreiheit und digitale Formate historische Inhalte für unterschiedliche Zielgruppen zugänglich und erlebbar machen können.

Den Kern der Summer School bildete die Entwicklung von Konzepten für zukünftige Roman Trails in der österreichisch-tschechischen Grenzregion. Auf Basis archäologischer Fundorte, historischer Hintergründe und regionaler Besonderheiten entstanden Themenrouten, die die römische Vergangenheit mit Weinbau, Landwirtschaft, Handel und lokalen Traditionen verbinden. Die Abschlusspräsentationen zeigten, welches Potenzial in der Verbindung von archäologischer Forschung, Heritage Interpretation und nachhaltigem Tourismus liegt.
Eine Exkursion zu den Fundorten Mušov und Stillfried ergänzte das Programm und bot Einblicke in archäologische Stätten sowie bestehende Vermittlungsansätze.

Die Summer School leistete damit einen wichtigen Beitrag zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und lieferte wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der Roman Trails. Gleichzeitig zeigte sie, wie innovative Vermittlungsansätze und nachhaltige touristische Angebote dazu beitragen können, das gemeinsame römische Kulturerbe der österreichisch-tschechischen Grenzregion langfristig sichtbar und erlebbar zu machen.

 

📷 Anna Kaiser, Michaela Kukula

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