SMARTbeetle bei den Science Busters: Wenn der Wald spricht – und der Käfer zuhört

13.04.2026
Veranstaltungsart: Pressemitteilung

„Wer nichts weiß, muss alles glauben“ – und wer dem Borkenkäfer zuhört, versteht plötzlich, warum unsere Wälder unter Stress stehen. Im Science‑Busters‑Podcast war Brigitte Holzer von der TU Wien zu Gast und erzählte über ihre Arbeit im Interreg‑Projekt SMARTbeetle. Thema: Duftstoffe, Käfer und warum Chemie im Wald eine echte Superkraft sein kann.

Der Borkenkäfer ist kein Bösewicht von auswärts, sondern heimisch – nur dank Klimawandel inzwischen leider viel zu erfolgreich. SMARTbeetle setzt genau hier an: Statt Holzfällen im Akkord wird mit hochpräzisen Pheromonen gearbeitet, die Borkenkäfer gezielt anlocken und ihre Bestände reduzieren sollen. Keine Chemiekeule, sondern biologisch inspiriertes Feintuning.

Das Besondere: Im Projekt treffen Chemie, Entomologie und Künstliche Intelligenz aufeinander. Mithilfe von KI wird simuliert, wie Duftmoleküle an die Geruchsrezeptoren der Käfer andocken – nach dem Prinzip „Schlüssel‑Schloss, nur kleiner als alles, was man sehen kann“.

SMARTbeetle ist damit ein Paradebeispiel für grenzüberschreitende Forschung Österreich–Tschechien, die zeigt: Wissenschaft arbeitet heute im Team – und manchmal riecht sie dabei ein bisschen nach Borkenkäfer.

Der Podcast zeigt sehr anschaulich, dass Wissenschaft längst nicht mehr so funktioniert, dass jemand allein im „stillen Kämmerchen“ sitzt und dort die Wahrheit findet. Forschung heißt heute: Zusammenarbeit, Austausch, Diskussion – und manchmal auch Humor. Genau in dieser Tonlage, für die die Science Busters bekannt sind.

Mit Witz, aber ohne den Ernst der Lage zu verschleiern, macht die Folge deutlich, warum Projekte wie SMARTbeetle wichtig sind: Der Klimawandel ist keine Meinung, der Borkenkäfer wartet auf niemanden – und der Wald braucht Lösungen, die funktionieren. Keine Zauberei, sondern kluge, grenzüberschreitende Wissenschaft.

Reinhören lohnt sich – und ebenso der Blick auf jene Projekte, die durch die Zusammenarbeit im Programm Interreg AT–CZ überhaupt möglich werden. Denn wenn Probleme keine Grenzen kennen, sollten es die Lösungen auch nicht tun.