Bei dem Demonstrationsversuch „Anwendung von Holzhäcksel zum Humusaufbau“ der Bio Forschung Austria wird die Auswirkungen der Einarbeitung von Holzhäckseln in landwirtschaftliche Böden untersucht. Im Zuge der letzten Projektaktivitäten wurden neue Versuchsvarianten in Parbasdorf im pannonischen Trockengebiet angelegt. Bei diesen Versuchsvarianten wird das Zusammenwirken verschiedener ackerbaulicher Maßnahmen untersucht.
Bei dem Demonstrationsversuch „Anwendung von Holzhäcksel zum Humusaufbau“ der Bio Forschung Austria wird die Auswirkungen der Einarbeitung von Holzhäckseln in landwirtschaftliche Böden untersucht. Im Zuge der letzten Projektaktivitäten wurden neue Versuchsvarianten in Parbasdorf im pannonischen Trockengebiet angelegt. Bei diesen Versuchsvarianten wird das Zusammenwirken verschiedener ackerbaulicher Maßnahmen untersucht.
Im Mittelpunkt stehen die Kombination aus Holzhäckselaufbringung zur Erhöhung des Humusgehaltes, drei verschiedenen Begrünungsmischungen sowie zwei Managementsystemen: Direktsaat ohne Bodenbearbeitung (No‑Till) und Begrünungsumbruch.
Es wird erwartet, dass der mikrobielle Abbau der Holzhäcksel sowohl durch die Art der Bodenbearbeitung als auch durch den verfügbaren Bodenwassergehalt beeinflusst wird und die Holzhäcksel die Stickstoffdynamik im Boden verändert. Angenommen wird, dass der im Boden verfügbare Stickstoff zunächst durch Mikroorganismen beim Abbau der Begrünungspflanzen und Holzhäcksel gebunden wird. Für die nachfolgende Sojakultur bedeutet ein stickstoffarmes Umfeld, dass die Symbiose mit Knöllchenbakterien verstärkt wird und der Ertrag dadurch positiv beeinflusst wird.
Von großer praktischer Relevanz ist die Frage, ob und welche Maßnahmenkombinationen zu einem höheren Bodenwassergehalt und in weiterer Folge zu stabilen bzw. gesteigerten Sojaerträgen führen. Erwartete Ertragsnachteile der No‑Till‑Varianten im Vergleich zur betriebsüblichen Praxis könnten durch einen geringeren Kulturpflege‑ und Arbeitsaufwand teilweise kompensiert werden.
Im Versuch wird ebenfalls großes Augenmerk auf die Auswirkung auf bodenrelevante Eigenschaften gelegt, wie z.B. der Gehalt an organischem Kohlenstoff oder die Bodenstruktur, die für die Wasseraufnahme und -speicherung bedeutend sind. Außerdem kommen im Projekt für die Untersuchung der Regenwurmaktivität und der Mykorrhiza innovative und neu entwickelte Methoden zum Einsatz.
Bei einem Feldtag der voraussichtlich im September 2026 stattfindet werden die Ergebnisse zu diesem Versuch der interessierten Öffentlichkeit insbesondere Bodenbewirtschaftern präsentiert.